Samstag, 15. Oktober 2016

[Rezension] Anonym von Ursula Poznanski und Arno Strobel

Bildquelle: Wunderlich Verlag




Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Wunderlich
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250851
ISBN-13: 978-3805250856





Daniel Buchholz und Nina Salomon ermitteln das erste Mal gemeinsam an einem Fall. Bevor Nina sich richtig einleben und sich vorstellen kann, wird sie zu einem Mordopfer gefahren. Ein Anwalt der Glasscherben essen musste. In einem Forum namens „Morituri“, was sich im Darknet befindet, kann man abstimmen, wer als nächstes Sterben soll. Man selber kann Vorschläge einreichen. Daniel und Nina müssen schnell sein, damit nicht noch mehr Menschen sterben müssen. 





Schon länge habe ich keinen Krimi mehr gelesen und „Anonym“ hat mir gezeigt, dass ich das unbedingt ändern sollte. „Anonym“ ist spannend, detailliert und schockierend. 


Das ist mein erstes Buch was ich vom Autorenduo, Ursula Poznanski und Arno Strobel gelesen habe. Einzeln gehören sie schon zu meinen Lieblingsautoren und auch zusammen sind sie ein super Team.


Die Komissare, Daniel Buchholz und Nina Salomon müssen sich da erst noch hinarbeiten. Ein Team sind sie anfangs noch nicht, aber die Entwicklung, im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen. Sie müssen sich erst mal beschnuppern und so ging es mir als Leser auch. Anfangs kamen mir die Ermittler sehr speziell vor, doch nach und nach haben sie Sympathiepunkte bei mir gesammelt. Die Charaktere sind jedenfalls kein bisschen langweilig gestaltet. Sie sind individuell und so unterschiedlich wie Tag und Nacht. 


Die Idee mit dem Forum „Morituri“ hat mir richtig gut gefallen. Es wurde erschreckend real dargestellt und ich musste immer wieder den Kopf schütteln, wie viele Leute bei diesem Voting mitgemacht haben. Sie wussten ganz genau, dass hier für den Tot eines Menschen abgestimmt wird. Das Ganze entwickelt sich zu einer riesen Sensationslust. Das Forum kann nicht vom Netz genommen werden und man spürt selber einen gewissen Nervenkitzel beim Lesen. Das Buch kann man kaum aus den Händen legen, weil man immer wissen muss, wie es weitergeht. 


Der Täter mordet nicht einfach nur, er zelebriert das Ganze und lässt alle im Internet daran teilhaben. Diese schrecklichen Taten werden sehr detailliert beschrieben. Die Bilder in meinem Kopf hörten gar nicht mehr auf. Dadurch steigt die Spannung natürlich noch mehr ins Unermessliche. Wer sowas allerdings nicht mag, sollte sich überlegen, das Buch zu lesen. 


Die Ermittlungen verlaufen immer wieder im Sande und Nina versucht einen Alleingang. Etwas verrückt aber das gehört einfach zu ihren Eigenschaften. 


Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Daniel und Nina geschrieben. Diese Art mag ich sehr gerne und schnell wurde klar, wer gerade zu Wort kam. Namen am Anfang des Kapitels hätte ich allerdings trotzdem schön gefunden. Zwischendurch bekommen wir auch die Gedankengänge des Mörders zugeworfen, die allerdings sehr verwirrend sind. 


Zum Ende habe ich erahnt, wer hinter alldem steckt, aber trotzdem konnte es noch für Überraschungen sorgen.



Ursula Poznanski und Arno Strobel zeigen, was für ein großartiges Team sie gemeinsam sind. „Anonym“ ist spannend, verstörend und bietet grausame Details, was die Morde angeht. Nervenkitzel ist vorprogrammiert.


      
(Ich gebe dem Buch 4 von 5 Feen)

Kommentare:

  1. Huhu,
    danke für die schöne Rezi!
    Ich habe das Buch letztes Wochenende verschlungen - von mir hat es sogar volle Punktzahl bekommen. Jetzt will ich unbedingt "Fremd" lesen, das kennst du auch noch nicht, oder?
    Viele Grüße
    Jasmin

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    1. Hallo Jasmin,

      das Buch "Fremd" kenne ich leider noch nicht. Aber das klingt auch ziemlich spannend. Hast du es schon gelesen. Werde erst mal gleich deine Rezension anschauen :-).

      LIebe Grüße,
      Vanessa

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